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London-People are ALWAYS bussy

Hi man!

How are you?

 

Wenn ich in Deutschland jemanden treffe den ich mag und ich habe ein bisschen Zeit, dann frage ich ihn wie es ihm geht. Meist ist er nicht ehrlich und schon gar nicht ausführlich, aber für ein paar Sätze zum Stand des Befindens und der aktuellen Entwicklungen reicht es schon meistens.

Leider hat auch in Deutschland die Unart des "Alles klar?" einzug gehalten. Keiner erwartet auf diese Frage einen ausführlichen Lagebericht. Trotzdem ist man hier durchaus berechtigt auch mal negativ zu antworten oder durchblicken zu lassen dass ein "Ja" nicht der Wahrheit entspräche.

In London fragt dich JEDER, zu wirklich jeder Gelegenheit und in jeder Situation, wie es dir geht!

Wenn dich dein Frisör beim Reinkommen fragt, dann ist das ja noch hinnehmbar. Wenn dich der gestresste Drugstore-Verkäufer aber so begrüßt, dann grenzt das in meinen Augen schon an Ironie!

Hi Man! How is? - Und wenn du jetzt mit mehr als 3 Worten antwortest, dann wirst du ungläubig angeguckt wie ein Auto.

Als ob das nicht genug wäre, wird jetzt aber noch von dir erwartet, dass du ein ausgeprägtes Interesse an dem Wohlbefinden des Drugstore-Verkäufer hast. Wenn du also nicht postwendend fragst wie es ihm geht, dann kommt das einer Beleidigung gleich und wirkt arrogant.

Ich denke ich werde mir in den nächsten Tagen den Spaß erlauben auf diese Frage sehr positiv überrascht zu reagieren und dem fragenden ausführlich von meiner kranken Tante in Papua-Neuginea, meinem schlimmen Ausschlag am Hintern und den Geldsorgen meines Vermieters zu erzählen.

Always mind the Traffic! Da das Leben eines Fußgängers in London deutlich weniger wert ist als in Deutschland, haben 1. Autos immer Vorfahrt und 2. Fußgänger nur selten eine Ampel. Also: Augen auf beim Eierkauf!!

Die Ampel welche vorhanden sind, sind aber getrost zu ignorieren.

Da ich selbst auch ein wenig entspannter Fußgänger bin und die meisten Strecken im Laufschritt nehme, freue ich mich immer über eine rote Ampel. Ich sehe es als kleine, von einer höheren Macht befohlene Pause. Die Ampel sagt: Gönn dir nen Moment Ruhe und bleib stehen, ich werde schnell genug wieder grün. Dann kannst du weiter rennen. Angeblich sollen Japaner rote Ampeln sogar nutzen um ein schnelles Nickerchen zu machen!! Nur wenn Kinder an der Ampel stehen, dann laufe ich auch bei rot. Denn sie bekommen im Kindergarten beigebracht laut zu rufen "Du bist aber ein schlechtes Vorbild!" Und man will ihnen ja auch Gelegenheit geben das Gelernte anzuwenden ...

However ... Ich habe bisher noch keinen, wirklich keinen Londoner, egal ob kleines Mädchen oder alter Mannm an einer roten Ampel stehen bleiben sehen. Das macht man einfach nicht!

Ich denke das liegt daran, dass ein Londoner grundsätzlich im Stress ist. Denn time is money and we´re always bussy!

An jeder Rolltreppe steht "Please stand at the right side", was knapp 20 % der Leute auch machen. Aber nur, damit die restlichen 80 %, die sicher alle dringende Termine haben und deswegen unbedingt die tube in 1 nicht in 3 Minuten bekommen müssen, links davon vorbei rennen können.

 

To be continued ...

2 Kommentare 4.4.10 19:04, kommentieren

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We don`t do it this way

Immer noch matschig, aber guter Dinge gehts los zum Vapiano. Frühstück: Snickers. Kurz vor knapp, aber pünktlich. (Komm erst mal klar, wenn die Jubilee-Line plötzlich out of work ist)

Die Leute sind sehr nett und  zuvorkommend. Für alle anderen Stationen aufzufüllen ist für mich ungewohnt, aber was solls. Ich versuche mich mit den mir unbekannten Soft-Drinks und liquors zu arrangieren und die Gäste zu verstehen, aber alles in allem komme ich recht schnell rein und alles klappt ganz gut.

Die häufigsten Kommentare meines supervisors: "Well done/great job/good idea/ interesting way  -  but we don´t do it this way".

Ich befürchte mein hohes Qualitäts-Denken muss ich mir auch hier abgewöhnen, denn we don´t have this time, if we are bussy.

 Probe-Schicht 7 Stunden, Vertrag unterschreiben - Pustekuchen.

Wir waren auf dem besten Wege, aber was trägst du ein ohne Adresse, Sozialversicherungs-Nummer und Kontodaten?

 Kein Vertrag - > kein Konto; Kein Konto -> Keine Wohnung, Keine Wohnung -> keine Sozialversicherungs-Nummer; Keine Sozialversicherungs-Nummer -> Kein Vertrag.

 Do you say: Devils-Circel?

 Lösung: Offen!

 

Zurück im Hostel: Das Internet läuft wieder. Geile Sache! Haben sich ja nun auch schon einige wichtige Recherchen angesammelt!

1. Erledigung: Frohe Ernte - PurpleBeans ernten.

 

Ich erfahre auch im Internet nochmal, dass es wirklich nicht leicht ist ein Konto with an overseas-adress zu bekommen. Danke, wusste ich schon! Issy wird es zum Glück auch nicht leid zu wiederholen, dass es nicht leicht ist in London Fuß zu fassen ...

 

Ein interessantes Angebot auf Flatsharing.com: Großes, frisch renoviertes Doppelbett-Zimmer, in gepflegtem 4 Schlafzimmer-Haus mit allen erdenklichen Ausstattungen. Cleaner and gardener inclusive. Close to tube und 20 minuten ins Zentrum für 90 Pfund pro Woche!!!

Skeptisch? - We`ll see!

 

Nach einem walk über die Oxford-Street und einem weiteren ausgedehnten Besuch im Vapiano möchte ich mich mit einem Bier in die Lounge setzen und meinen Blog schreiben.

Im 24-Hours-Shop gibt es ab 11 keinen Alkohol mehr, die Tankstelle schließt um 11:30 Uhr und die Hostel-Bar at midnight. - Es ist halb 1. Das kann einem schonmal die Stimmung verhageln.

 

Im Fernsehen läuft KingKong (auf Englisch) und The Flash (mit Gehörlosen-Übersetzer), ich bin in London.

Meine Fähigkeiten im alltäglichen Sprachgebraucht haben sich bisher vermutlich stärker verbessert als in zwei Jahren Höherer Handelsschule.

 

Es ist spät, ich will großes Leisten morgen.

Hope to hear from you soon!

 

PS: Wer sich jetzt fragt "Muss ich mir den Scheiß hier jetzt echt jeden Tag reinziehen?" sei beruhigt. Sobald ich ein paar Leute gefunden habe, die einen interessanteren Informationsaustausch pflegen als mein Laptop, wird die Kontinuität mit Sicherheit auch abnehmen! Enjoy your day!

 

PPS: Bisher komme ich mir noch ein bisschen doof dabei vor andauernd Fotos, von an sich unattraktiven Dingen zu machen. Aber das bekomme ich auch noch hin. Dann könnt ihr die Vorstellungsmuskeln auch mal ein bisschen entspannen.

4 Kommentare 3.4.10 04:11, kommentieren

One way ticket to hell?

Alles kam, wie zu erwarten war.

 

Ich kam kurz vor knapp am Flughafen in Weeze (Wo? - Ja habe ich auch gefragt!) an und musste an der langen Schlange verbittert wartender Fluggäste vorbei sprinten um noch in meinen Flieger zu kommen. Last Boarding: 6:20 Uhr - Um 6:19 komme ich aus dem Duty-Free Shop gerannt.

Da ich natürlich die letzten Stunden vor dem Aufbruch zum Packen, anstatt zum Schlafen genutz habe, blieb die halbe Stunde zwischen Start und Landeanflug die einzige Erholung in dieser Nacht. (Vermutlich können keine Stewardessen so unfreundlich die Kopfhörer aus den Ohren ziehen, wie die von Ryanair)

Ankunft in Stansted-London. Erste Verständigungschwierigkeiten beim Kauf eines Bustickets. Wo zur Hölle ist Plattform A6??

Die Überraschung: Selbst im Starbucks schmeckt der englische Kaffee wie Tee!

Das Hostel erfüllt zwar nicht was die Fotos versprechen, ist aber ein Traum im Vergleich zu dem Loch, in welchem wir letztes Jahr "gewohnt" haben. Btw: Angeblich ist gestern die Zentrale des Lokalen Internet-Providers abgebrannt, daher erst heute mein  erster Eintrag.

Nachts ist es hier relativ ruhig, ich habe eine gemütliche Lounge mit WiFi und anständigem Cappuccino. Das Essen ist mit 5 Gbp pro Mahlzeit sehr günstig und recht lecker und Abends kann man in einer hauseigenen Bar noch nette Leute aus 317 verschiedenen Länder treffen. (Und der 2. Gast mit dem ich gesprochen habe kam aus Münster)

Trotz meines akuten Schlafmangels, hatte ich genug Adrenalin mir sofort die Gegend anzuschauen, ein local pay-as-you-go cell zu besorgen, eine 1Week-Oystercard  für die Tube zu kaufen und mir meine erste Abfuhr von der HSBC-Bank zu holen.

1. Problem: Keine Bank gibt einem Non-Residental ein Konto, ohne 12-Month-Contract und ein Income von 24.000 Gbp!!

Wo ist deren Risiko? Keine Ahnung! But realise: Its a great pleasure for you to give them your money!

Lösung: Offen!

 

Später am Tag, als ich fast über meinem Bigmac (genau so schlecht wie in Deutschland) eingeschlafen wäre, rief mich Issy (der Mann meines Vertrauens im Vapi-London) an und lud mich ein doch sofort mal vorbei zu kommen. Aufgerafft und weiter gehts.

 

Btw: Als ich aus dem Flugzeug stieg und den strahlend blauen Himmel sah, freute ich mich wie Rumpelstielzchen, da es mir eine riesen Freude gewesen wäre den vielen Miesmachern ("Was willste denn in London, da regnets doch eh nur" eine lange Nase machen zu können.

Inzwischen regnete es in Strömen.

 

Das Londoner Vapiano erstreckt sich über 2 Etagen, ist recht verwinkelt und sehr gemütlich eingerichtet. Die Getränke-Karte weicht sehr stark vom üblichen Angebot ab, aber ansonsten ist Vapiano halt Vapiano. Nachdem ich alle wichtigen Leute kennen gelernt hatte, fühlte ich mich schon zuhause.

 

Die Einladung: "Du kannst morgen früh um 10 deinen Probetag beginnen" ließ mich dann allerdings doch an meinen völlig ausgelaugten Körper denken.

 

Ein schnelles First-Day abschluss Bier an der Hostel-Bar, ohne Blick nach rechts oder links und ab ins Bett. - Das ich noch meine Hose ausziehen konnte, war auch alles.

1 Kommentar 3.4.10 03:13, kommentieren